Aquädukt der Römer bei Vussem (Eifel)
Zur Versorgung Kölns mit Trinkwasser aus der
Eifel errichteten die Römer eine aufwändige Fernleitung, die an manchen
Stellen auch Wasserviadukte, die berühmten Aquädukte notwendig machte.
Bei Vussem ist ein teils wiederaufgebauter Rest zu sehen.
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Der Leinakanal bei Gotha
Um die Wasserarmut der Stadt Gotha zu lindern,
ließ Landgraf Balthasar bereits 1369 den fast 30km langen Leinakanal
errichten; seine nahe Schönau v.d.W. beginnende, teilweise unterirdische
Führung ist ein herausragendes wassertechnisches Denkmal. (Linktipp:
zusätzlicher Floßgraben des 17.Jh. als Bahnhindernis)
Der Bau der Eisenbahnhauptstrecke Bebra -
Erfurt machte 1846/47 die Errichtung des Aquäduktes notwendig - die 50m lange, aus drei
Stichbögen und zwei Pfeilern bestehende Kanalbrücke überführte das Wasser
über die Bahntrasse bis bei deren
Ausbau in den 1990er Jahren diese eine weitergezogene Kurve wenig nördlich
erhielt. Das Wasser des Leinakanals wird nun mittels Düker unter der
KBS 605 geführt; der alte Aquädukt ist neu restauriert, das berühmte in den
Hang gebaute Stellwerk östlich wurde jedoch bis auf seine Fundamente
abgetragen.
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| Doppelrelikt:
oben Kanal, unten alte Bahntrasse - rechts Neubautrasse |
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Herrichtung
als technisches Denkmal |
Literatur:
Doell, Gotha und seine Wasser, Gotha 1922
Günter Rennau, Das Leina-Kanal-System, 2002
Der Tiergartentunnel von Blankenheim (Eifel)
Zur Sicherstellung der Wasserversorgung der
Burg Blankenheim wurde in der zweiten Hälfte des 15.Jahrhunderts ein etwa
150m langer Tunnel gegraben, der -stellenweise ausgemauert- eine Kontrolle der
hölzernen Wasserfernleitung erlaubte und der nach der Wiederentdeckung vor
einigen Jahren sowie seiner Aufarbeitung eines der herausragendsten technischen
Denkmale der Region darstellt. Zugang jederzeit möglich.
Linktipp: www.tiergartentunnel.de
Wasserbrücke im Bauland
Unweit des Römerzentrums Osterburken,
gegenüber einer alten Römersiedlung findet
sich ein kleineres Aquädukt aus rotem Odenwald-Sandstein -schwer zu datieren-, das den kleinen
sumpfigen Wiesengrund des Rinschbaches überbrückt.

Kleiner Aquädukt im Saale-Orla-Kreis
In einer von Wüstungen und Kirchenruinen
geprägten Region überbrückt beim Dorf Patschefeld der Uhlsbach seit 1786
in einem steinernen Aquädukt den Bach Mühllache um bei den häufigen
Großwassern die örtliche wenig ältere Lachenmühle zu schonen.
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Alte Trinkwasserstollen im Spessart
Nahe des alten Bergbauortes Bieber liegen der
1km lange Büchelbachstollen und der 755m lange Elsebachstollen, die von der
alten Trinkwasserfernleitung nach Frankfurt (Main) künden, die 1875
fertiggestellt werden konnte. Zu erreichen sind sie über ein nach
Norden ansteigendes Bachtal nahe dem Ortsteil Gassen bei Bieber-Röhrig, bei
dessen Talabschluss "Gemarkung Nassbüchelbach" der Stollenausgang
des aus Südost kommenden Elsebachstollens auf den Stolleneingang des nach
Nord abfließenden Büchelbachstollens trifft.
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| Blick vom
Elsebachstolleneingang |
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Der
Elsebachstollenausgang im Büchelbach (Inschrift) |
Linktipp: Jörg
Ambergs Homepage > Stollenwanderungen
Der Aquädukt über die Mulde
Bei Thallwitz-Canitz dient die 125m lange
Wasserbrücke über die 8m tiefer gelegene Mulde, die 1910 aus Beton
und Bruchsteinen für die Wasserversorgung Leipzigs errichtet worden war, nun
Fußgängern.
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Der Aquädukt über die Zschopau
Nordöstlich der Stadt Zschopau überbrückt
ein größeres überdachtes Bauwerk das hier breite Tal der Zschopau und die
Zschopautalbahn; dabei handelt es sich um die 140m lange Brücke einer Trinkwasserfernleitung
vom Beginn des 20.Jahrhunderts, die das kostbare Nass aus dem Gebiet der
Neunzehnhainer Talsperren der Großstadt Chemnitz zuführt. Die
bergseitigen, teilweise fast 3km langen Stollen sind ebenfalls von
technikgeschichtlichem Interesse.

Bahnbezogene Wasserüberführungen
Beim Bau von Eisenbahnstrecken im
19.Jahrhundert hatte das Wasser an vielen Stellen seinen Schrecken; sumpfige
Überflutungsgebiete, wasserdurchlässige Gesteinsschichten beim Tunnelbau,
rutschende Dämme oder Hänge erforderten vielerorts umfangreiche technische
Gegenmaßnahmen. Zwei noch heute bestehende "Bahn-Aquädukte"
mögen hier skizziert sein: