Die Tunneldatenbank.

Eisenbahntunnel in Rheinland-Pfalz und Saarland

Rheinland-Pfalz und Saarland sind das Dorado stillgelegter Eisenbahntunnel.  Aber auch die Zahl betriebener kann sich sehen lassen:  bewegte Gebirge wie Eifel, Hunsrück und Pfälzer Wald im Zusammenspiel mit engen Flusstälern ergaben eine Vielzahl tunnelreicher Strecken.

114  betrieben im Personenverkehr
Sehr tunnelreiche Strecken befinden sich im Nahetal (15), im Pfälzer Wald (Neustadt-Kaiserslautern, 12), im Lahntal (elf) oder auf der Eifelstrecke (zehn). Auch die Siegstrecke (sieben), das Mosel- (sieben) und Ahrtal (fünf) zählen eine Reihe von Klassikern.  Die Schnellfahrstrecke Köln-RheinMain durchquert das große Bundesland in 12 Tunneln. Lange Jahre längster deutscher Tunnel überhaupt war der Kaiser-Wilhelm-Tunnel bei Cochem mit 4203m.  Bereits befahren der brandneue, zweite Mainzer Tunnel.
Beachtung verdienen zwei Tunnel der Eifelbahn bei Kyllburg:  an Stelle des einst zweiten Gleises fahren Radler neben den Neigezügen hindurch.

   

4  betrieben im Güterverkehr
Vom Scheuerfelder (Westerwald) über den Tönissteiner (zugleich Museumsverkehr), den Heimbacher Tunnel (Militärverkehr) bis zu einem Tunnel an der Messe Saarbrücken werden nur vier ausschließlich im Güterverkehr befahren.

   

51 stillgelegt
Die meisten stillgelegten Eisenbahntunnel Deutschlands finden sich im Südwesten. Sie könnten unterschiedlicher nicht sein:  einer (Meisenheimer) bietet Fahrrad-Draisinenbetrieb, mehrere können nur noch eines ihrer Portale "zeigen" (Bleialf, Irrel); einer unterquert eine Staatsgrenze (Silwinger), viele sind zu Radwegen ausgebaut worden (Ahrtal, Vulkaneifel, Elschbacher).  Tunnelreichste Strecke ist mit sieben Tunneln die Brexbachtalbahn; immerhin zehn zählt man zwischen Ahrtal und Dorsel, wobei mit Silberberg- und Sonderbergtunnel zwei nie betriebene hineinrutschen.
Neu hinzugekommen ist der Wehrdener Tunnel bei Saarbrücken sowie der kurze am Abzweig Schleifmühle..

   

12  unsichtbar
Einer Straße musste der kleine Tunnel bei Niederstenhof weichen; noch Güterverkehr passiert die Stellen der aufgeschlitzten Tunnel bei Niedaltdorf, Neunkirchen und Schwarzenbach.  Während bei der Unvollendeten im Ahrtal die Rudimente des Herrenberger abgetragen wurden, sind duch Verbauung (Regierungsbunker) der Kuxberg- und Trotzenbergtunnel nicht mehr sichtbar.  Die Portale des Treiser (unvollendete rechte Moselstrecke) sind in den 1970ern gesprengt worden.  Ein kleiner Tunnel bei Altenglan ist umgangen worden.  Der alte Bildstocktunnel wurde nahebei wegen Kohleabbaus ersetzt; die überschütteten Portale könnten eines Tages für einen Geschichtspfad freigelegt werden.
Unklar ist der Punkt Seifener Tunnel (heute Felseinschnitt und Waldwegbrücke).
An der zweigleisigen Alsenztalbahn gab es an der Eisenschmelz laut Bahnkarten einen Tunnel; heute rahmen diese Stelle eine Stützmauer und ein Haus ein.

 

 

 

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