Eisenbahntunnel in Hessen

Trotz der ausgeprägten Mittelgebirgslage (Taunus, Westerwald, Odenwald) ist die Gesamtzahl eher durchschnittlich; dazu ist etwa jeder zweite "klassische" Eisenbahntunnel bereits stillgelegt worden.

86  betrieben im Personenverkehr
Die meisten hessischen Personenverkehrstunnel befinden sich auf den Schnellfahrstrecken:  Kassel-Würzburg mit 34 (einer fast zur Hälfte in Unterfranken) und Köln-RheinMain mit 14 schlagen zu Buche.  Zu S-Bahn-Tunneln zählt man im Rhein-Main-Gebiet drei.  Klassiker (und Nadelöhre) sind der Hönebacher (Bebra-Erfurt), Distelrasen (3576m, Frankfurt-Fulda), Hasselborner (1200m, zeitweise stillgelegt) und der 3100m lange Krähbergtunnel im Odenwald.  Tunnelreichste Strecke ist die Lahntalbahn mit sieben Vertretern; die alten Nord-Süd-Strecken Göttingen-Bebra-Fulda haben sechs bzw. im Sinntal Fulda-Gemünden fünf Tunnel beizusteuern.

   
1  betrieben im Güterverkehr
Der kurze Reinheimer Tunnel (Güterverkehr bis 2005) ist hier ein Einzelstück; die Strecke ist in Reaktivierung !
   

27  stillgelegt
Aus der sehr gleichmäßigen Tunnelreliktverteilung stechen die Aartalbahn mit vier Tunneln (zwei mit Museumsbahnbetrieb) und die romantische Heckeneilzugstrecke Korbach-Bad Wildungen mit drei Tunneln hervor.  Die nahegelegenen beiden Ittertunnel (Korbach-Frankenberg) scheinen Reaktivierungschancen zu haben, während z.B. für Deisel (Diemeltal), Albsliede (Gelstertal), Dodenauer (Edertal) oder Burgsolmser (Taunus) der Zug abgefahren ist.  Bemerkenswert der Milseburgtunnel in der Rhön mit brandneuem Radweg oder die beiden Freienseener Röhren (Champignonzucht). 

   

1  unsichtbar
Der Braunhauser Tunnel wurde bei der Elektrifizierung der Nord-Süd-Strecke abgebrochen; ein Portalfragment schmückt einen nahen Landstraßenparkplatz.

 

 

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