1. Aufgeschlitzte / abgetragene Eisenbahntunnel
Bei einigen in der Frühzeit
gebauten Tunnelanlagen führten Ausbauten
(zusätzliches zweites Gleis, Elektrifizierung) zur Notwendigkeit einer
Beseitigung. Zusätzlich erlaubte eine fortschrittlichere Bautechnik die
Anlegung größerer und tieferer Einschnitte und dessen Hangsicherung, sodass
ein ehemaliges einschränkendes Trassierungs-Element fortgefallen war.
In Sachsen konnten noch vor der Jahrhundertwende kleinere Tunnelanlagen
beseitigt werden (Rabenauer Grund - siehe unter Schmalspur,
Dresden-Felsenkeller); größere Beachtung fand die Aufschlitzung des
ersten deutschen Fernbahntunnels bei Oberau in den 1930er Jahren sowie die
Beseitigung/Veränderung einzelner Objekte auf der nun elektrifizierten
Hauptstrecke Aachen - Köln (Nirm, Königsdorf) in den 1950er Jahren.
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Bei Niederau erinnert
oberhalb des heutigen Einschnittes ein Portalelement an den
beseitigten ersten deutschen Fernbahntunnel |
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Nördlich des Siegtales
führte der Ausbau einer Landstraße zur Beseitigung des fast vierzig
Jahre stillgelegten alten Eisenbahntunnels bei Niederstenhammer |
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Niedaltdorf:
Gewölbegrund
erinnert an Tunnel
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2. Verschüttete
Eisenbahntunnel
Bei einigen Tunnelanlagen führte
ein schlechter Bauzustand (Wassereinbrüche, Gewölberisse) wesentlich mit zur
Stillegung der betreffenden Strecke; eine folgende Verfüllung
stabilisiert und konserviert den Hohlraum, besonders wichtig im Falle einer
darüber verlaufenden Autobahn (Oberbeisheim, A7). Natürlich spielen
Vermeidung von Unfallgefahren (vermauerte Portale sind meistens von örtlicher
Jugend wieder aufgebohrt) oder Beseitigung von Einschnitten in Ortslagen neben
Nutzung der Fläche (Kreuzwertheim, Winterberg) eine Rolle.
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Blankenheim (Eifel):
Reste des Ostportals des Tunnel sind vom Wald noch nicht ganz
verschluckt; der gefährliche Einschnitt ist beseitigt |
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Rech:
Stelle des
Herrenbergtunnel der Unvollendeten: Arbeit im Weinberg nun leichter zu
bewältigen
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