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West-Sachsen. Ost-Thüringen. Süd-Anhalt. Mehrecke.
Im Viereck der Städte Leipzig, Riesa, Chemnitz und Gera
findet sich eine nicht einfach anzusprechende Landschaft: Tieflandsbucht
oder Osterland würde nur Randbereiche beschreiben; tatsächlich trifft man
auf reizende Flusstäler, übergroße Ackerflächen, viele Städtchen und noch
mehr alte Gleise - demzufolge auch auf Spurensucher.
Da im Zentrum, um Altenburg, drei Bundesländer nebst vielfältigster
aktueller und historischer Verwaltungsgrenzen aufeinandertreffen sowie die
Braunkohleförderung u.a. mannigfache Verkehrswegeänderungen bedingt hatte,
darf man eine hochergiebige Region erwarten. Tatsächlich empfängt uns
ein großartiges Wüstungs-Schauspiel:
Städte-Express
Versetzen wir uns zunächst in
typische "Reiselagen" - und in mehr oder weniger gute alte Zeiten:
Nehmen wir an es sei ein kalter
Februarmorgen 1973 und ein Brigadeführer eines VEB Industriekabelproduktion in
Karl-Marx-Stadt plante eine heimliche Reise nach Leipzig; die Angst vor
Horch-und-Guck ließen ihn seine Fahrtmöglichkeiten prüfen - immerhin fünf
Varianten boten sich an:
| Ab |
Leipzig
an |
über (Umstieg) |
km |
Dauer
- km/h |
KBS / Route / Bemerkung |
| 2.45 |
5.00
Hbf |
Narsdorf -
Geithain - Bad Lausick |
81 |
2:15
36 |
430 / heute "CLEX" |
| 4.16 |
6.46
Hbf |
Narsdorf -
Geithain - Borna - Böhlen |
82 |
2:30
33 |
430 - 505 / Querbahn |
| 4.45 |
7.14
Bay |
Glauchau
- Gößnitz - Böhlen |
108 |
2:29
43 |
410 - 550 - 460 / nur
elektrisch |
| 6.56 |
9.13
Hbf |
Narsdorf -
Rochlitz - Großbothen |
95 |
2:17
42 |
430 - 432 / über
Muldetal |
| 7.13 |
10.09
Hbf |
Wechselburg
- Rochlitz - Großbothen |
90 |
2:56
31 |
431 - 432 / Chemnitz-
und Zw.Muldetal |
|
|
|
|
|
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Nehmen wir nun an, der Mann
sei bei Mannesmann Mobilfunk, wollte wieder von (diesmal) Chemnitz nach Leipzig,
es ist aber ein wunderbarer Maimorgen 1999 - siehe da, er hat immerhin noch vier
Varianten zur Auswahl, wobei die letzte nur unter der Maßgabe
"Landschaftsreiz" gewählt würde:
| Ab |
Leipzig
an |
über (Umstieg) |
km |
Dauer
- km/h |
KBS / Route / Bemerkung |
| 7.13 |
8.27
Hbf |
Narsdorf -
Geithain - Bad Lausick |
81 |
1:14
66 |
525 / heute "CLEX" |
| 7.52 |
9.24
Hbf |
Narsdorf -
Geithain - Borna - Böhlen |
82 |
1:32
53 |
525 - 507 / Querbahn |
| 7.54 |
9.45
Hbf |
Glauchau
- Gößnitz - Böhlen |
108 |
1:51
58 |
510 - 540 - 530 / nur
elektrisch |
| 8.24 |
11.34
Hbf |
Narsdorf - Rochlitz
- Großbothen |
95 |
3:10
30 |
526 - 529 / über
Muldental |
|
|
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Nun, die Realität ist wie so oft
noch härter - sei es dass alle Firmen heute so nicht mehr existieren, sei es
dass die Reisemöglichkeiten nicht mehr bestehen - und da kommen "wir"
ins Spiel: so ist zwar heute die Reisezeit mit dem "CLEX"
(über Bad Lausick auf sanierter Trasse) mit 53min und Stundentakt so gut wie
nie (auch die Route über Borna ist mit Umstieg in Geithain und 1:28 attraktiv),
ist sogar endlich eine Autobahn zwischen diesen sächsischen Großstädten im
Bau, die teils sehr reizvollen Reisevarianten dagegen sind vielfach ferne
Geschichte.
Also, beackern wir Strecke
für Strecke. Da wir immer wieder auf die Muldentalbahn zurückkommen
werden:
Steckbrief:
| km |
Bahnhof |
Eröffnung |
Einstellung |
Stilllegung |
| 0 |
Glauchau |
1875 |
P2002 |
2002 |
| 18,5 |
Penig |
1875/76 |
P2002 |
2002 |
| 32,0 |
Wechselburg |
1876 |
P2001/02 |
2002 |
| 39,2 |
Rochlitz |
1875/76 |
P1997/01 |
2001 |
| 49,1 |
Colditz |
1875 |
P1997/00 |
2000 |
| 56,8 |
Großbothen |
1875/77 |
P1945/00 |
1945/00 |
| 64,1 |
Grimma u.Bf. |
1877 |
P1969 |
1945/70 |
| 68,1 |
Golzern |
18770 |
P1969 |
1970/95 |
| 70,3 |
Nerchau |
1877 |
P1969 |
ca.1998 |
| 82,4 |
Wurzen |
1877 |
P1969 |
1879Nordbf; dann
Verkehr nur zum Südbhf an Hauptstrecke |
Jetzt aber los; km
der Muldentalbahn; ca. Durchfahrtszeit ( -
gegen Blickrichtung) bei "Kreuzfahrt" 1973 (s.u.)
Die
Chemnitztalbahn
Nach einigen Anläufen war es 1902
soweit und auch durch das Tal der Chemnitz rollten Züge. Sie mündeten in
Wechselburg in die viel früher erbaute Muldentalbahn; bis immerhin 1998 im
Personenverkehr betrieben, stillgelegt seit Dez.2001.
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Alte Fettchemie-Fabrik bei
Mohsdorf (je 2003)
5.29 |
|
Tunnel bei Mohsdorf
(Nordportal)
5.31 |
|
Chemnitzbrücke bei
Auerswalde
Blick zum Tunnel-Nordportal 5.50 |
"Abzweig" Hartha - es wird
traumhaft: zwei stillgelegte Strecken zusammenkommend (wie hier, südlich
Wechselburg) oder gar abzweigend (später mehr!), das kennt man nicht aus der
alten BRD, wurde doch hier scheibchenweise "demontiert":
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Links kommt die
Chemnitztalbahn ins Muldental
30,7 18.42- |
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Parallellage bei
Hartha - hinten Einfahrsignale von.
30,8 |
|
..Wechselburg - kein
Verkehr mehr 2006
31,9 18.44 |
Schon sind wir im Muldental; die
gleichnamige Bahn war 1875/77 eröffnet worden und verknüpfte mit Glauchau und
Wurzen zwei Hauptbahnen - viele Unterwegs-Städte und Abzweige, unzählige
Trassenteil-Teilstilllegungen führen nun dazu, dass wir gar nicht wissen, wo
zuerst schauen. Eine klassische Relikt-Bereisungs-Rundfahrt geht hier
gewiss nicht; wir werden auf diesen Umstand noch zurückkommen. Zunächst
weiter nach Norden:
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|
Wechselburg, links
hinten km0 der Chemnitztalbahn
32,0 18.44- |
|
Einfahrt Rochlitz
von Süden
39,0 4.58-
/ 18.54 |
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|
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|
 |
Viele Ziele
waren von hier ansteuerbar
Hausbahnsteig Rochlitz 39,2 4.57
/ 18.55 |
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Alles auf SH0; wo
sind die Menschen?
Blick Nord, zwei Ausfahrten waren mal möglich |
|
Stw B2 zwischen
Muldentalbahn (links) und der Verbindungsbahn nach Waldheim (rechts)
39,5 |
Rochlitz ist ein Höhepunkt:
nicht nur die Muldentalbahn liegt wüst da, nein, zwei weitere Strecken geben
morbide Endzeitstimmung: nach Osten verband die 21km lange Nebenbahn KBS
528 Rochlitz - Waldheim damit Mulde- und Zschopautal (Betrieb
1893-1997).
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 |
|
|
Vom Agl, das hier
nach links schwenkte und die
Waldheimer Strecke kreuzte - nichts zu sehen 39,6 |
|
Muldebrücken; hier
Muldetalbahn Blick Süd (Einf.
Rochlitz) 39,8; links Waldheimer Strecke mit Brücke |
|
|
Weiter die Mulde gen Norden - bevor
in Großbothen die Strecke Leipzig - Döbeln "gekreuzt" wird, verpasse
man nicht die Verbindungskurve Richtung Osten - selbst die
Betonschwellen sind 2007 meist entfernt. Sogar für km-Steine hatte es
seinerzeit gereicht:
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 |
Lastau -
Muldebrücke. 45,5
Noch immerhin für Fußgänger passierbar |
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Ein Bauwerk nicht
aus der Bauzeit der Strecke |
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Leisenau. Ein
Stellwerkle, weil nach rechts (kaum
sichtbar) die Kurve Ri. Osten abging 53,2 |
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Muldekurve,
südlicher Beginn
- noch liegen ein paar Schwellen |
|
km 0,9 von Leisenau,
noch ist es ein ganzes
Stück, bis die richtige "Kurve" beginnt
Links, viel höher, die Muldentalbahn |
|
Hinten ist schon die
KBS Leipzig - Döbeln zu sehen
Im "Winkel-Innern" erinnert große plane Fläche an
Zwischenzeiten mit "Hp Muldebrücke" |
Nördlich des Abzweigstellwerks Leisenau verliefen
Muldetalbahn und Muldekurve einige hundert Meter parallel, aber mit wachsender
Höhendifferenz. Erstere war 2007 in Böschungs-Rodungsarbeiten für eine
Wiederinbetriebnahme (Güterverkehr):
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Muldetalbahn,
Südblick 53,6
Links unten begleitet von Muldekurve |
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Am km 54,2.
Rodungsarbeiten an den Böschungen |
|
Dafür auch kleine
Wägelchen im Einsatz
54,1 |
Großbothen: hier geht es nicht nur
noch immer nach Grimma; spektakulär, weil weniger bekannt und noch weniger
"offen" sichtbar, die Reste der Querbahn,
die erst Mitte der 1920er im Bau begonnen wurde, und 1936/37 (!!) in Betrieb
genommen werden konnte - sie verband Neukirchen über Bad Lausick mit
Großbothen (und damit drei wichtige Strecken; einmal mehr Beweis des einst so
dichten sächsischen Bahnnetzes). Schon 1947 zu Reparationszwecken
demontiert - die bis dato kürzestbetriebene Strecke die
verkehrsrelikte.de bis dato in Augenschein nehmen konnte !
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km 27,7 von
Neukirchen-Wyhla.
Von der Querbahn hier im Wald nahe Großbothen
sonst nichts mehr zu sehen, außer... |
|
...dieser
Unterführungs-
tunnel, oben ist KBS
Leipzig - Döbeln |
|
Ganz klar 1930er
Jahre. Keine 10 Jahre fuhren hier
planmäßig Züge; zuletzt 60Jahre vor Fotografie ! |
Zurück auf der Muldentalbahn; sie
verlief flussnah, querte die Mulde und bot der pittoresken Stadt Grimma (Heimat
des unvergessenen Schauspielers Ulrich Mühe) am östlichen Ufer weitere
Verkehrsmöglichkeiten. Heute: wüst (mit km-Steinen!), Spazierweg
bzw. verwachsene Gleisreste bzw. bemerkenswerter Radweg (2007):
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Nimbschen - wenn
wüst, dann mit Steinen (59,7)
Hier aber auch Beginn eines Radweges, der... |
|
...gegenüber Grimma
sehr attraktiv ist
63,9 |
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Die Mulde.
Jetzt begleitet von Bahntrassenweg.
69,2 |
Bevor wir in Nerchau fürs Erste
umkehren, um angesprochenen früheren Abzweigen zu folgen, fehle nicht der Blick
zu den geringen Resten der strategischen Muldequerung; sie hätte im Kriegsfall
die von NATO zerbombte Wurzener Brücke ersetzen sollen...
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Zwischen den Bäumen
ein unscheinbarer
Untergrund für eine strategische Muldequerung |
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Im Wiesengrund... |
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...Pfeilerfundamentreste
(je 2007) |
Na schön, doch noch ein kleiner
Abstecher nach Riesa: auch hier hatte es eine strategische Flussbrücke
gegeben (Elbquerung), die ihr "Normalpendant" ersetzen hätte
müssen. Lagen noch Jahre nach Wegfall des Dauerkrisenfalls Gleise bis
nahe der Elbdeiche, so überraschte 2007 mit abgesteckten, sonst kaum
erkennbaren Trassenspuren (westlich) bzw. Kiesabbaurestgleis (östlich des
Flusses):
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| Abgesteckt, nahe
Neu-Oppitzsch |
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Westl. Elbe |
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Kies-Agl, östl.Elbe;
ex-strategisch (je 2007) |
Jetzt: großer Sprung zurück nach Rochlitz
- wir fahren virtuell ab Richtung Südwesten, bewegen uns also auf der altehrwürdigen
Bahn Narsdorf - Rochlitz, die 1872 und damit drei Jahre vor dem ersten
Muldentalbahnstück in Betrieb gegangen war. Auch hier: Verfall allerorten
(Pv bis 2000, 2002 stillgelegt; nach dem Krieg zeitweise reparationsbedingt
abgebaut); in Narsdorf, wo heute die CLEX-Expresse nur kurz halten, erinnern
gewaltige Empfangsgebäude an Zugkreuzungen. Kreuzungen? Aber ja,
nur wenig südlich mündet(e) der Streckenteil Penig - Narsdorf (ebenfalls
"altes Kind" von 1872: zunächst war Rochlitz von Penig über Narsdorf
angebunden), die sich schon 1990 vom Personenverkehr
verabschiedet hatte. In Penig zweigt sie aus der Muldentalbahn (auf die
wir nochmals zurückkommen werden) aus und passiert merkwürdige Ruinen - hier,
wo auch Gutshof-Ruinen an Endzeitstimmung erinnern und alte Kiesgruben
Feldbahnen beisteuerten, wird bald die A72 "Sachsenrennbahn"
veränderte Verkehrsnutzungen verdeutlichen:
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Narsdorf - das
Insel-Empfangsgebäude. Vorne
die Rochlitzer Strecke; CLEX dahinter 7.32 |
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Die
Lokschuppen-Ruine
Narsdorf, heute Kurz-Haltepunkt |
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7.30-
CLEX schwenkt nach
links (Osten) ab; rechts
erkennt man schwach Gleis nach (u.a.) Penig |
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Nördlich
Dittmannsdorf, neben Trasse
merkwürdige Betonruinen... 17.05 |
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...sicher keine
Baumstützen; vielleicht zu den Kiesgruben
(teils aufgegeben) gehörend? (je 2006) |
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Nutzen wir die Gelegenheit, von
Penig nordwärts das noch nicht beehrte Muldentalbahnstück zu beleuchten; nach
reizvoller Führung im Flusstal, vorbei am berühmten Haltepunkt Amerika
(geadelt durch "Bespielung" der bewunderten Sophie von Kessel
[Komödie "Amerika", 1995]) kommen
wir zum einzigen Tunnel dieser Linie, nach Rochsburg. Schlossblick
und Trassenstudium (für nie verlegte zwei Gleise vorbereitetes Planum), dann
der bekannte Viaduktblick Göhren (oben rauschen die VT612 C-L drüber), dann
treffen wir wieder auf unsere oben besuchte, von Osten sich anschmiegende
Chemnitztalbahn, nahe Hartha:
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| Penig, Einfahrt von
Narsdorf 17.14 |
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Penig, rechts
Muldentalbahn 18,8 18.20
Links einst nach Narsdorf (-Rochlitz) |
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| Rochsburg - der
Schlossblick 24,6 18.32 |
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Der schöne Tunnel,
Südportal 25,0 18.33 |
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Unten stilgelegte
Muldentalbahn 29,4 18.39
- oben CLEX |
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| Chemnitz mündet in
Mulde; Muldentalbahn 30,4 über- |
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-brückt Chemnitz,
Blick Süd (je 2006) 30,5 18.41- |
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Li unbefahren,
rechts stillgelegt 31,0 18.42 |
Zurück in Narsdorf - nach Abzweig
Richtung Südwesten bestaunen wir einmal mehr eine strategische Verbindungskurve
(sie hätte eine weitere "ungespitzte" Zugfahrt Gera - Chemnitz oder
Leipzig - Dresden unter Umgehung mancher "Problemstellen" erlaubt) -
ein Abzweigblick von Süden wie aus dem Bilderbuch:
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Gleisrest von
Langenleuba; VT612 eilt von
(Leipzig) - Narsdorf gen Chemnitz (2006) 7.30 |
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Obergräfenhain -
rechts Verbindungskurve
Ri. Osten (Chemnitz) 2007 |
|
Der alte Hp
Obergräfenhain
2007 kaum sichtbar |
Weiter gen Süden, vorbei an
Langenleuba-Oberhain; diesmal nicht wie oben Richtung Südosten, nach Penig,
nein, wir zweigen schon wieder ab, gen Westen, auf die Brückenparadiesstrecke Altenburg
- Langenleuba. 1901 eröffnet, endete hier der
Personenzugverkehr 1995.
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Südlich Langenleuba
Parallellage der Strecken
Penig (li) und Altenburg (re), Südblick 15.38- |
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Die Trennung beginnt |
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Vorne Bj.1872 (Penig
- Narsdorf)
Hinten Bj.1901 (Altenburg - Langenleuba) |
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Altenburger
Trasse. 15.37-
Immer gerne gesehen: kreuzende Rehe |
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Einer der großen
Viadukte (nahe Beiern) 15.25
Beton, aber Ornamentik |
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| Ein weiterer Viadukt
nahe Beiern (je 2007) 15.15 |
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Kurz vor Altenburg (wir sind längst
in Thüringen) dann der Hp Klausa; hier zweigte die Anschlussbahn zum
Militärflugplatz Nobitz ab; sodann der Abzweig Stünzhain; wichtig, um oben skizzierte direkte
Fahrmöglichkeit aus/nach Richtung Gera (oder sogar Werdau - Hof) ohne Belastung
der Knoten Altenburg, Glauchau, Zwickau zu schaffen. Extrem verwachsen,
eher ein Februar-Fotoziel...
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| Das war der Hp
Klausa 14.59- |
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Rechts das alte Agl
Nobitz |
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Schild "BSK
Nobitz" |
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Anschluss Flugplatz
Nobitz
Südöstlich Altenburg war im Leinaer Forst 1913 ein Flugstützpunkt
eingerichtet worden, der 1916 ein knapp 4km langes Anschlussgleis ab
Klausa (an der Langenleubaer Bahn) erhielt. Ab 1936 der Wehrmacht,
zwischen 1945 und 1992 der sowjetischen Luftwaffe dienend, lebt der
Flughafen seither vom boomenden Billigluftverkehr. Kein Güterverkehr
(auch die kleine Sandgrubenbahn ist als Zubringer längst Geschichte),
daher wie die "Mutterstrecke" stillgelegt und mehr oder weniger
wüst darniederliegend:
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| Klausa - BÜ des Agl;
links der ehem.Hp |
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Kurz vor dem
Flugplatz; sanierte Entwässerung |
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Hier begann der
Rangierbereich Flugpl (2006) |
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Schienen am km 5,1
14.55 |
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Bald Abzw.
Stünzhain - ein Dschungel |
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Links Richtung
Lehndorf (Gera oder Gössnitz)
"Himmelslücken" als Trassenzeiger (je 2007) |
Springen wir hinüber nach
Meuselwitz, ins Kohleland. Viele Temporärbahnen für die Gruben und
Tagebaue sind Geschichte, hier sogar vereinzelt mit Relikten. Natürlich
können wir zunächst nur die spektakulärsten aufnehmen; aufregend, wenn es zu
Kreuzungen mit (nun auch) stillgelegten "Normalbahnen" oder anderen
Grubenbahnen kommt.
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Zipsendorf:
Südwiderlager der Kohlenbahn
Vereinsglück (Grube heute Kleingartenanlage) |
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Rest des mächtigen
Grubenbahndamms samt
Brückenwiderlager; unten war Grubenbahn
Meuselwitz - Grube Leonhard; heute Brach-Sumpf |
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Alter
Kohlenbahneinschnitt
Brücke der L1361 abgetragen (je 2006)
Nahe Kammerforstbahn (900mm Mus.) |
Folgte man obiger Kohlenbahn (rechtes Bild) nach
Osten, so stieße man bald auf die überbrückende Nord-Süd-Erschließungs-Bahn
Gaschwitz - Meuselwitz (1872
eröffnet). Diese nun nach Norden gehen und bald wird erneut eine
Kohlenbahn überquert: stillgelegt über stillgelegt! Besagte Gaschwitzer
Bahn (Gaschwitz ist Leipziger S-Station) war schon in den 1950ern durch den
Tagebau Zwenkau unterbrochen / verlegt worden; 1975 folgte schließlich der
Tagebau nördlich Lucka, mitten über dem Trassenbereich. Seitdem gab es
nurmehr Güterverkehr im Südabschnitt Meuselwitz - Lucka - bis ca. Ende der
1990er. 2006 schließlich Demontage der Schienen und Abtragung des
Bahndammes - für neues Gewerbegebiet ?:
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Blick von
Gaschwitzer Bahn zu Kohlenbahntrasse
Ostblick. (Nahe Breitenhain) 10.51 |
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Westblick auf
Brücke der Gaschwitzer Bahn |
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1872 baute man
diesen Wasserdurchlass; er ist
später mit besagter Brücke "ergänzt" worden |
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Hinten arbeitet der
Abbaubagger 10.50-
Vereinzelt liegen Schienen und Schwellen |
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Lucka: Abbau des
mächtigen Dammes. Der Gbf
als langjähriger Endpunkt ist rechts zu erahnen |
|
Eine Brücke in den
letzten Zügen. Links (nördlich) kommt nach wenigen Metern der
Tagebau 10.47 |
Uff, das waren jetzt aber viele Strecken! Klar, dass man
heute in einer komfortablen Limousine "Angriffspunkte" ansteuert und
die "Feinsuche" zu Fuß fortsetzt. Trotzdem sei ein wehmütiger
Blick zurück erlaubt; im Frühjahr 1973 hätte ein Eisenbahnenthusiast
vielleicht eine solche Bahn-Kreuzfahrt unternommen (Mo-Fr); wichtig, dass er/sie
Rochlitz als Basislager auserkor, schon von Karl-Marx-Stadt wäre es so nicht
gegangen, boten doch bereits damals einige Nebenstrecken ganze vier tägliche
Zugpaare:
| Zeit
(an - ab) |
km |
Bahnhof |
KBS |
Route / Fotohöhepunkte |
heute möglich? |
|
4.57 ab
|
0 |
Rochlitz |
431 |
Wechselburg - Chemnitztal,
2 Tunnel |
- |
|
6.12 U 6.32
|
35 |
Chemnitz |
430 |
Narsdorf; Überfahrt
Göhrener Viadukt |
KBS 525 CLEX |
|
7.40 U 8.06
|
37 |
Geithain |
505 |
U Borna; Viadukt
Niedergräfenhain |
KBS 507 |
|
8.44 U 9.40
|
25 |
Neukieritzsch |
511 |
zwischen Tagebauen |
- |
|
9.59 U 10.36
|
10 |
Groitzsch |
511 |
Kreuzung von Kohlebahnen |
- |
|
11.02 U 12.23
|
14 |
Meuselwitz |
507 |
Teerwerke / Teersee Rositz |
- |
|
12.51 U 14.47
|
13 |
Altenburg |
509 |
mehrere Viadukte |
- |
|
15.40 U 16.53
|
25 |
Langenleuba-Oberhain |
509 |
Panoramakurven Penig |
- |
|
17.15 U 18.20
|
7 |
Penig |
432 |
Muldental, Unterfahrt
Göhrener Viadukt |
- |
|
18.55 an |
21 |
Rochlitz |
|
|
- |
| Fahrzeit 6:14 |
187 |
Aufenthalte 7:44 |
|
Durchschnitt in Fahrt
30km/h |
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Für hier und heute soll es das
gewesen sein; es geht aber nicht minder reich weiter - dazu seien die Unterseiten
Thüringer Lande (im Westen) oder Vogtland (im Süden) empfohlen...
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