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ebenso,
kaum 10km südlicher |
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Ebenso unglaublich: die folgenden Bilder
entstanden im April 2010 an einer der verkehrsumtostesten Stelle des
Ruhrpotts, am Autobahnkreuzpark Duisburg (/-Kaiserberg), wo ebenso diverse
Eisenbahnhauptbahnen zahlreiche Brücken über Ruhr und Kanäle benötig(t)en.
Also: die zweigleisige Bahn Duisburg-Meiderich - Mülheim-Styrum
ist abgebaut, von der Brücke über den Rhein-Herne-Kanal nichts mehr zu
sehen, unweit überraschen Gleisreste im Dammwäldchen:
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| Meiderich: Reste einer
Doppelgleisbahn |
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Nahe Rhein-Herne-Kanal ein
Wegdurchlass |
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Keine zwei Kilometer südöstlicher, jedoch
von erwähntem Kanal, einer Güterhauptbahn und der Magistrale A3 getrennt,
dennoch idyllisch in den Ruhrauen gelegen, geringe Widerlagerreste einer
alten Ruhrbrückenbahn. Gelingt dieser Fernblick nur mit starkem
Teleobjektiv von Höhe des Kolkmannhofes, so sind gerade hier, da ohnehin
schon fünf, sechs Bahnbrücken den Ruhrkanal (und A40, L140) kreuzen,
uralte Karten der Grund für das "Wiederfinden" alter Widerlager
von einst parallelen weiteren Bahngleisen:
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| Fernblick zu Widerlager Ruhrbrücke |
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Widerlager und Bahnbrücken am
Ruhrkanal (je 2010) |
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Sprung an die Stadtgrenze Mülheim - Essen:
hier an der "Mutter deutscher Einkaufszentren", dem RRZ, markieren
Mühlenbach und Essener Güterquerbahn (ex KBS232e) jene Grenze. Letztere
verlor letzte Streckensegmente um die Jahrtausendwende und erhielt jüngst
ebenso einen attraktiven Fernradweg. Der Einschnitt knapp südlich der A40
ist aufsuchenswert, da hier deren Vorläufer, die Reichsstraße 1 mittels
viel kleinerer Brücke die Bahn kreuzte; dieses Top-Doppelrelikt ist heute
nurmehr "kartendarstellend" beweisbar, bei genauerem Hinsehen überdauern
sandsteinerne Widerlagerböschungsstabilisierungsmauerungen:
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Hier war: R1 (l.o.), KBS232e (u).
Hier ist: RRZ (l.o.), A40 (hi), Tramdepot (r.o.) |
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Böschung mit Mauerresten |
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Radweg auf alter Bahn, neben Ruhr (Spillenburg)
Je 2010 |
Vom Radweg sei die stählerne Brückenkombination
am Spillenburger Ruhrwehr (nahe Streckenende Essen-Steele) nachgereicht.
Zugegeben, ein R230 im mild-goldenen
Morgenlicht vor dem Zechenturm gibt ein besseres Bild ab
("Mercedes-Pkw-Kalender"), wir aber bleiben
prosaischer:
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| Zeche Zollverein
Essen, mit Pionierbäumen Typ Birke |
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Waggon- und
Stellwerksruine, ein Top-Drehort (2002) |
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| Gelsenkirchen-Bulmke-Hüllen:
ehemalige riesige.. |
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...Werksflächen mit Stellwerken
und Gleisharfen |
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Zugang neben Erzbahnradweg (je
2010) |
Tour de Ruhr romantisch
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| Köf-Mahnmal, Relikt hinten alte
Rheinhausener Brücke |
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Lok-Denkmal, Hohenlimburger
Kleinbahn |
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Diese Kleinbahn, Schienenreste
(2004) |
Berühmt die kleine Museumsbahn im Hespertal
(tatsächlich am Ruhrstausee entlangführend), Rest der früher bedeutenden
Grubenabfuhrbahn(en). Unweit Haus Scheppen (Yachthafen in
teilversunkenem Schloss!) erinnert ein mächtiger Grabendurchlass an die
ansonsten nahezu vollständig eingeebnete Trasse gen Süden ins Hespertal;
hier noch winzige Spuren eines Tunnel bei Oberhesper, ähnlicher an der
Hefel leider verschwunden:
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| Nach dem Museumsbahn-Endpunkt... |
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...und bei Oberhesper winziger
Tunnelrest |
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Eine direkt nördlich des Oberhesper Tunnel
gen Südwesten abgehende Schleppbahn (auf die Velberter Höhe) lebt als
Waldweg mit deutlichen Dämmen und Einschnitten weiter; hier fand sich noch
2010 ein aufwändiger, gemauerter Durchlass, leider sichtlich im Verfall:
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| Uraltes Schleppbahn-Relikt,
sichtlich im Verfall |
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Gesperrt wegen Einsturzgefahr |
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Oben war Waldwegnachfolger (je
2010) |
Stichwort Kohlenbahn: diese Abfuhrart
startete in der Frühzeit der Industrialisierung natürlich mit
Pferdebahnbetrieb; die 900mm- Schlebusch-Harkortsche Zechenbahn (Haßlinghausen
- Zeche Trappe Schlebusch) war so von 1828 bis 1876, sodann bis zur
Stilllegung in den 1960ern mit Dampfloks betrieben worden. Markante Relikte
sind bis heute Dämme an der Dränke (wo ein Talübergangsdamm begonnen
worden war, die engen Abstiegskurven doch belassen werden mussten), der hohe
Damm im Stork oder ein Pferdefuhrwerksdurchlass. Einige Kilometer
westlich gab es die Pferdebahn am Paasbach, die eine kleinere
Kohlenzeche an die 1882 eröffnete Wuppertal-Hattinger Bahn angeschlossen
hatte und unter deren hohen Damm einen 35m langen Tunnel benötigte; schon
1902 eingestellt ist die Unterführung "Am Aufzug" ein
unbekannterer Waldwegzugang:
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| Nahe Behrenburck der Durchlass
(breit!) |
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Am Stork, der hohe Damm (mit neuem
Durchalss) |
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Bredenscheid: Tunnel unter Bahndamm
(je 2010) |
Bochum - nunmehr mittels Monographie
gewürdigte Bergbau-Bahnstadt, reizvoll im Ortsteil Hohwege: neben
typischen Bergbauarbeiterhäusern offensichtlich unberührte Natur
(tatsächlich vielfach wieder bewachsene Industriegelände) mit netten
Pferdekoppeln und im Laubwald eine "Radwegtrennung", aber nur
fast, geradeaus gehts nach Osten (alter Strecke Dahlhausen - Wiemelhausen),
rechts gings zu den Zechen Friedlicher Nachbar über die Baaker Mulde; der
erforderliche eher unbekannte Anschlussbahntunnel ist am Nordportal
überschüttet ("Ponyschutz") während am Südportal eine wirklich
romantische Bahnwüstung vorgefunden werden kann (je 2007):
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| Links nach BO-Weitmar /
Wiemelhausen, rechts... |
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...einst durch diesen Berg zu den
Zechen... |
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...u.a. "Baaker Mulde",
Inschrift "1894" |
Essen - Hauptstadt des Revier und noch
immer im Umbruch. Neu, der Verlust ganzer Güterbahnhöfe (Neubau:
Unizentren) und die Verwucherung durchaus (industrie-) historischer
Verbindungsbahnen. Stichwort Krupp-Testbahn: zu Füßen ansehnlicher
Büroneubauten kleine Wäldchen, in denen sich grandiose Gleisreste
verbergen:
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| Eine flexible
Spurweitenteststrecke... |
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...mit Andienungsrampen. Noch 2010
sind... |
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...sechs Schienen
"nachweisbar" |
Romantisch geht es auch in
Essen-Burgaltendorf, auf dem Gelände der heutigen Wassergewinnungsanlage
zu: die Bahnstrecken von Überruhr bzw. von Steele (über die Ruhr, diese Brücke
lange restlos verschwunden) kreuzten sich niveaufrei, um ab altem Bhf
Altendorf vereint über die Ruhrbrücke (s.u.) nach Dahlhausen
"einzulaufen". Widerlager jenes alten
"Bahn-Bahn-Reliktpunktes" sind noch zu sehen, wobei die gesamte
Landschaft trinkwasserschutzbedingt nicht betreten werden darf. Am
historischen kleinen Altendorfer Bahnhöfle hält eine nette Fototafel
Bahngeschichte wach:
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| Widerlagerreste zweier Bahnen, die
lange... |
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...abgebaut sind. |
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Altendorf, mit Schienenspur in Straße
(je 2010) |
Gelsenkirchen - zentral und
Ausgangspunkt lohnender Abstecher nach Herten, Herne oder Wanne-Eickel ( ;-)
Neben der hier so prägnant kreuzenden Erzbahn (heute mondäner Radweg mit
vielen Infotafeln, meist schmier-geschändet) finden sich nahe des Hbf Reste
einer Verbindungsbahn (gen Ückendorf), sehenswert wegen Zugangs zum
Verkehrsrelikt Autodrom (einer winzigen ovalen Autorennstrecke mitten im
Pott, bis in die 80er mit Betrieb) sowie nördlicher die zum Landschaftspark
Hoheward umgestaltete Bergbauhalde samt mächtiger Zechenbahnrelikte:
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| GE: Almastraße. Eine alte Bahnbrücke... |
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Halde Hoheward... |
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...mit einem alten Grubenbahntunnel
(je 2010) |
Tour de Ruhr methodisch
Will man das Ruhrgebiet reliktisch auch nur
ansatzweise erfassen, so muss man sich einer Methodik bedienen; diese
könnte in der Eisenbahngesellschaft, dem zu betrachtenden (Stadt-)Kreis,
einer Bauwerkart (Grubenbahn, Verbindungskurven) oder anderem zu finden
sein. Wie fast nirgendwo anders ist hier ein "Eingeborener",
mindestens ein lange Einheimischer der Richtige, diesen ergiebigen und
faszinierenden Raum zu "sichern"; das Verkehrsrelikte-Team
versucht zumindest einmal jährlich diese auch mit anderen Zielen (Kultur,
Messe, Sport) gesegnete "Landschaft" (viel attraktiver als
gemeinhin angenommen) aufzusuchen.
Auffälligste Bahnrelikte heute sind
natürlich große Brücken / Viadukte; einige Beispiele seien zunächst
herausgestellt:
6°51'50" O 51°26'20"
N - Mülheim-Styrum - Ruhrbrücke
- Ex KBS 231a MH-Styrum - Kettwig
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Brücke kriegszerstört, viel später
für Autos wieder-
aufgebaut, heute Radwegbrücke |
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Reste des Widerlager für
Doppelgleisigkeit
(Je 2010) |
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6°55'52" O
51°20'50" N - Heiligenhaus-Laupendahl - Rinderbachtalbrücke
- Ex KBS 228e Kettwig - Wülfrath
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| Ein wunderschöner Viadukt nahe
Schloß Hugenpoet |
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Hier (noch?) kein Weg (2007) |
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7° 4' 28" O
51°23'32" N - Essen-Kupferdreh / -Heisingen - Baldeneyseebrücke
- Ex KBS 230a Werden - Kupferdreh
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| Unten Megaverkehr mit
Sport-Ruderbooten |
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Oben Radler,Skater,Flaneure und
Vesperer |
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7° 7' 27" O
51°25'50" N - E-Burgaltendorf / BO-Dahlhausen
- Ruhrbrücke - Ex KBS 232e
Heißen - Dahlhausen
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| An der Ruhr - Picnicwiesen nahe des
Eisenbahnmuseum |
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7°8'20" O 51°30'53"
N - GE-Bulmke-Hüllen / Herne-Eickel-Röhlinghausen
- Pfeilerbahn - Ehem.Erzbahn
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| Pfeilerbahn über ebenfalls
abgebaute Bahngleise |
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Ein neuer, schöner Radweg |
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Alt und neu an der
Stadt/Kreisgrenze (je 2010) |
7°20'18" O
51°24' 2" N - Wetter-Wengern - Elbscheviadukt
- Ex KBS 228m Schwelm - Bommern-Höhe
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| Wunderschöner klassischer
Talviadukt |
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Verbrettert, leicht verwachsen,
polizeibewacht (2008) |
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7°24'22" O
51°18' 1" N - Hagen - Plessenviadukt
- Ehem.Hasperbachtalbahn Haspe - Voerde
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| Der Viadukt in einer U-Kurve |
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km-Stein 8 noch an Wanderweg
vorhanden |
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Geographische Koordinaten GPS / WGS84.
Dank für Bilder an Peter Schöler und Ansgar Rahmacher.