Rhön.
Drei Länder - sechs Bahnen
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Die Rhön ist ein Mittelgebirge im
Herzen Deutschlands, heute ein UNESCO-Biosphärenreservat, gestern die
Grenze zweier Welten: neben Hessen und Bayern gehört ein Teil zu
Thüringen und war lange Jahre für Eisenbahnfans schwer bis gar nicht
erreichbar. Die weitgehende Abwesenheit größerer Industrie hatte
nicht verhindert, dass im Laufe der Jahre einige kleinere Bahnstrecken
die wenigen Orte an der Rhön erreichten; Güterverkehr erstreckte
sich auf die Verschiebung landwirtschaftlicher Stoffe sowie die Abfuhr
des verbreitet abgebauten Basaltes. Obwohl Pläne ausgearbeitet worden
waren, gab es nie eine das Gebirge querende Bahnstrecke - alle Linien
endeten mehr oder weniger am Fuße der Rhön.
Es war nur ein einziger Tunnel westlich Hilders vonnöten, die in
Tälern geführten Bahntrassen kamen ohne aufwändigere Kunstbauten
aus; so waren es weniger explodierende Unterhaltskosten denn eine
in Scharen wegbleibende Kundschaft die zur Einstellung der meisten
Strecken führte.
Auszug aus der Kartenbeilage zum Kursbuch von 1963
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Im einzelnen:
- Die Feldabahn Dorndorf -
Kaltennordheim
Ursprünglich erste deutsche Meterspurbahn, umgespurt 1934,
erreichte das thüringische Kaltennordheim.
Die unspektakuläre Linie im Feldatal befuhren Ferkeltaxen bis 1997 - Trasse
noch vorhanden
- Lokalbahn Mellrichstadt - Fladungen
Bis 1976 mit Schienenbussen bedient, lange Jahre im
Dornröschenschlaf; heute immerhin Museumseisenbahnbetrieb ab
Fladungen (Museumsdorf Rhön)
- Brendtalbahn Bad Neustadt -
Bischofsheim
Am Endpunkt lange Jahre Basaltverladung mitten im Ort - Einstellung 1989
1995 Bau eines Radweges - wegen der parallelen
Hochgeschwindigkeitsbundessstraße 279 dringend notwendig
- Jossa - Bad Brückenau - Wildflecken
Am Endpunkt im Krieg eine Muna, noch heute riesiger TrÜbPl;
Anschlußbahn zum Lager Arnsberg
geringer Militärverkehr
- Fulda - Gersfeld KBS 616 Rhönbahn
Einzige in halbwegs besiedeltem Gebiet verlaufende Linie; in den
1980ern dennoch fast stillgelegt
heute dichter Taktverkehr mit 628-Triebwagen (werktags 60min, sonntags
120min 6-22h)
- Fulda-Götzenhof - Hilders -
Wüstensachsen
Schönste Strecke mit sehenswerten Relikten: Milseburg-Tunnel (1173m) bei km 17,3; Viadukt von Thaiden
Hilders war sogar ein kleiner Kreuzungsbahnhof: nach Norden führte
die bei Motzlar die Zonengrenze überschreitende Ulstertalbahn nach
Wenigentaft-Mansbach
Seit Spätsommer 2003 ist der Milseburgradweg eine absolute Bereicherung der
Rhön.
Die in der Kuppenrhön verlaufenden Tafttal-,
Ulstertal- und Oechsenbahnen werden im Rahmen des Ulstersackes i.V. angerissen.
Der Milseburg-Tunnel im Laufe
der Jahre
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| Im April 1986 war
die Welt noch in Ordnung © Jürgen Wilhelmi |
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September 1991
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Januar 1992
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Kurz vor der Stilllegung
geweisste Nischen (Sommer 1992)
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August 1994
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Mai 2001
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März 2003: Radwegbau
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September 2003: jetzt
wieder Kind und Kegel
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Weinkellerartige
Beleuchtung
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Weitere Eindrücke der
Milseburgbahn:
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| Klassischer Blick
zu Schloß Bieberstein ohne Radweg |
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Liebevolle
Nachbarschaft und... |
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...zurückgebliebener
Kilometerstein in Eckweisbach |
Weitere Bilder der Milseburgbahn
in Vorbereitung.
Genaue Streckendokumentation auf Reiners
Seiten
Bahnhofsimpressionen Rhön
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Hilders, September 1991
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Kaltennordheim, elf Jahre
später
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| Hilders, März 2003 -
Bahnsteige zugewachsen, |
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dito September: für Radweg
Schneise geschlagen... |
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