Bad Neustadt (an
der Saale) - Bad Königshofen (im
Grabfeld) (Saaletalbahn)
Ex-KBS
418g, 815
Teil 2 (zurück
zu Teil 1)
Abschnitt IV (Kilometer 5,8 bis 13,7): Trassenwüstung
Heute endet vor dem ehemaligen
Haltepunkt Hollstadt (einst mit Nebengleis, drei Weichen und
Laderampe) der perfekt asphaltierte Radweg; die Trasse geht in eine typische überwuchernde Bahnwüstung
über:
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| Nahebei
kleines Zusatzbrückchen (2002) - Panorama mit
Waldschneise |
Nun nähert sich die Trasse dem von
Hollstadt (Neumühle) kommenden Rad- und Wirtschaftsweg:
Abbau in
Gemütlichkeit (1997)
Nahe des ehemaligen Haltepunktes
Taubachsmühle (-Eichenhausen) befand sich eine weitere typische
Flutbrücke; die nun nahe Bundesstraße 279 verläuft heute (auch als
Autobahnzubringer) direkt über die Höhen entlang des Stationsberges
gen Eichenhausen - Rödelmaier (AS Bad Neustadt) - Herschfeld (B19)
- eine kurze Route die Eisenbahnen naturgemäß immer verwehrt
bleiben wird... Trotzdem: diese neue Bundesstraße mit ihrer
großen Saalebrücke (siehe Teil 1) hätte nur einen BÜ ersetzt;
zwischen Taubachsmühle und Wülfershausen, bei ca. km 10,5 gab es einen
weiteren nicht ungefährlichen niveaugleichen Übergang.
Abschnitt V (Kilometer 13,7 bis 22,8): Radweg
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| Km 14 - zwischen
Saal und Kleineibstadt |
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nahe Großeibstadt
neben dritter Ausbaustufe B279 |
Areal des ehemaligen Endbahnhofs
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| Alter
Bahnübergang... |
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...und
mittlerweile überbauter Endbahnhof (km 23) |
Bad Königshofen, man steht an der stets
Rot zeigenden Ampel auf der B279-Umgehungsstraße; wenige Meter weiter konnte zur Rechten jahrelang der Prellbock des Endbahnhofsareals
wahrgenommen werden - tatsächlich musste die Strecke an dieser Stelle beim
Bau der Zentrumsentlastung einige Meter zurückverlegt werden, was in der Zeit
der noch längeren Güterzüge einen gewissen Rangier-Mehr-Aufwand
bedingte. Von hier braucht ein forsch aber vertretbar gefahrener BMW
740i genau 13 Minuten (verehrter Herr Präsident, wir konnten kaum folgen ;-)
bis zum Endbahnhof in Maroldsweisach. Die dortige Nebenstrecke (eröffnet
1886, Personenverkehr zwischen Ebern und Maro 1985 eingestellt) weist den Weg
gen Oberfranken, in den Großraum der Kaiserstadt Bamberg. Vergleicht
man den Verkehr der Fernstraße B279 mit den beiden Lokalbahnästen, so
drängte sich ein Schließen der gut 20km langen, topographisch einfach zu
bewältigenden Lücke auf: Bestrebungen aus der Zeit der Jahrhundertwende
waren kein Erfolg beschieden genauso wie Versuche der Verbindung von
Königshofen mit Rodach (hier Stichstreckenende von Coburg seit 1892) von
1902, 1913, 1920 und 1928 immer wieder scheiterten.
Hätte es die durchgehende Strecke Bamberg - Bad Neustadt gegeben, so wäre
sie gemäß der Politik der Deutschen Bundesbahn ganz sicher den typischen
Gang unrentabler Nabenbahnen gegangen: Zerteilung, Teilstillegung und
Teilabbau wären auch in der Sonderförderungszone "DDR-Nahgebiet"
die Folge gewesen, abzulesen unter anderem an der nahen Strecke
Breitengüßbach - Dietersdorf...
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zu Teil 1)
Literatur:
Bleiweis / Gärditz "Die Lokalbahn Neustadt - Königshofen",
Schweinfurt 1993
Thielmann / Schmidt "Von Erfurt nach Schweinfurt", Freiburg
1999
Mäuser / Knopp "Vom Main nach Thüringen", EJ-special 5/91
Weitere Fotos in Vorbereitung
Siehe auch Webseite lokalbahn-modelle.de